1. Surfverein Pommernsurf Greifswald e. V.

Surfen ist Sport und Lebenseinstellung

Wir sind die Pommernsurfer

Mai8
Der 1. Surfverein „Pommernsurf“ e.V. wurde im Jahr 1990 neu gegründet als Zusammenschluß von 3 ehemaligen Betriebssport- gemeinschaften, die in Greifswald bzw. Lubmin ansässig waren. Neben der ZBO und der Universität war es vor der Wende vor allem die Abteilung Brettsegeln der Betriebssportgemeinschaft Segeln des Kernkraftwerkes Lubmin, die das Gros der Mitglieder stellte. Bereits 1982 fanden sich einige wenige, von anderen Sportfreunden oft belächelte oder bestaunte Enthusiasten, die mit volkseigenem oder selbstgebautem Surfmaterial in häufig abenteulicher „Surfbekleidung“ – wie z. B. Atom-Schutzanzügen – ihre erste Steh- und Bewegungsversuche auf dem Wasser machten.
Deltasegel 1985Die damaligen Gründungs- mitglieder Ernst Kölpin, Hartmut Gerschau, Peter Wolf und Ralf Kuhnert, sorgten jedoch schon nach relativ kurzer Zeit in der Greifswalder Sportlandschaft für Aufsehen, indem sie einen stabilen Übungsbetrieb in Gang brachten, den Ausbau eines bescheidenen Surfschuppens voran brachten, weiteres Material von der Betriebssportgemeinschaft einwerben konnten und mit dem auf inzwischen über 40 Mitglieder angewachsenen Verein an regionalen und überregionalen Regatten regelmäßig teilnahmen.
Surfen war inzwischen zu einer Art Modesportart auch in der DDR geworden und erfreute sich insbesondere unter Jugendlichen zunehmender Beliebtheit.
Auch internationale Regatten mit Gästen aus den so genannten Ostblockstaaten standen auf dem Programm des Vereins. Höhepunkt war die 1988 in Greifswald Wieck unter Leitung des Vereins ausgerichtete letzte DDR – Meisterschaft. DDR-Meisterschaft 1986

Als im Jahre 1989 die politischen Weichen neu gestellt wurden, blieb auch der Abteilungsstützpunkt in Wieck von diesen Veränderungen nicht verschont und wurde wieder in die Obhut der Segler übergeben.

Zwischen 1990 und 1991 blieb die Vereinsarbeit wegen eines fehlenden Stützpunktes und der beruflichen Veränderung oder Qualifizierung von Vorstandsmitgliedern und Übungsleitern stark eingeschränkt.

Erst 1992 wurde sie mit der Instandsetzung des neuen Stützpunktes in Ludwigsburg und der Aufnahme eines geordneten Übungsbetriebes wieder aktiviert. Der Verein umfasste zu dieser Zeit 18 Mitglieder, darunter 8 Jugendliche.

Regelmäßige Angebote im Rahmen der Feriengestaltung für Schüler (Schnupperkurse), die mit den umliegenden Gemeinden im Verbund organisierte Bereicherung des Freizeitangebotes durch die Sportart Surfen und die Organisation einer regionalen Regatta gehörten damals wieder zum Leistungsspektrum des Vereins.

1993 begann unter der Leitung des damaligen Vereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Herrmann die Sanierung eines weiteren Stützpunktes in Loissin. Mit großem Engagement warb er öffentliche Fördermittel für den Ausbau des Vereinsgebäudes und der Materialschuppen ein. Die vorhandenen Schuppen boten beträchtlich größere Lagerkapazitäten für Surfmaterialien, ein kleines Vereinsbürogebäude wurde zum Arbeitsplatz von hauptamtlich tätigen Geschäftsführern und Übungsleitern, ein riesiges Stehrevier lud zum optimalen Übungsbetrieb für Surfer ein und die großzügige Nutzungsmöglichkeit des umliegenden Geländes zum Aufriggen und Campen lockte bald immer mehr Mitglieder nach Loissin. Schon bald entwickelte sich Loissin zum Hauptstützpunkt für den Surfsport. Um die Kräfte zu bündeln,
wurde schließlich der Stützpunkt in Ludwigsburg aufgegeben und die Aktivitäten des Vereins konzentrierten sich nunmehr auf das neue Areal. Hier sorgte der hauptamtlich eingesetzte Mitarbeiter Ulf Wurster (gest. 2006) gemeinsam mit dem engagierten Vorstand sowie einigen unermüdlichen Mitgliedern für einen regelmäßigen Trainings- und Übungsbetrieb, für den weiteren Ausbau der Schuppen und des Vereinsgeländes, für regelmäßige Fahrten in Trainingslager (meist nach Dänemark aber auch ins Jugendcamp nach Warnemünde Hohe Düne), für die Ausrichtung von Regatten, die Pflege des Materials und des Strandes u.v.a.m.In den Jahren von 1994 bis 2000 wuchs der Verein auf über 100 Mitglieder an, darunter erfreulicherweise viele Frauen, Kinder und Jugendliche.
Die Möglichkeit, zunächst auf dem Vereinsgelände und später auch auf der davor liegenden Wiese zu campen, abends am Strand beim Lagerfeuer Surferlatein zu spinnen oder zünftige Lieder zur Gitarre zu singen, Feste zu feiern und jederzeit bereit zu sein, wenn Rasmus sich gnädig zeigte, festigte das Vereinsleben nach innen. Im Winter trainierten viele Mitglieder Volleyball und Basketball, trafen sich zum Billard oder zu kulturellen Veranstaltungen. Aus dem ehemaligen Einspartenverein entstand ein Mehrspartenverein, in
dem die Mitglieder nicht nur Surfen, sondern auch Ballsportarten und Angeln betreiben konnten. Mittlerweile gehört auch Kiten zu den angebotenen Sportmöglichkeiten. Die ersten regional durchgeführten Regatten waren seit 1993 mit dem „Pommerncup“ reaktiviert worden. 1994 nahmen Mitglieder des Vereins erstmals an Qualifikationsläufen der 1. Bundesliga Surfen Region Ost teil. Seit 1996 ist der Verein offizieller Bundesliga-Ausrichter für Qualifikationsläufe in der Region Nord/Ost.
geschrieben in | keine Kommentare »